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Das Thermalwasser in Balf
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Der natürliche Heilfaktor im Heilbad-Krankenhaus Balf ist das Thermalwasser.
Es gibt 3 Quellen, die schon seit ca. 2000 Jahren bekannt sind.
Das Wasser ist reich an Schwefelwasserstoff, der auch Farbe und Duft des
Wassers bestimmt. Schwefel wird durch die Haut aufgenommen und in das
Knorpelgewebe eingebaut. So werden Wirbelsäule und Gelenke regeneriert.
Die wichtigsten Indikationen für die Badekur in Balf sind degenerative
Erkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke, Abnützungserscheinungen,
Arthrosen, Spondylose, Spondylarthrose und Discopathie. Erfolgreich werden
auch nicht akute Stadien von chronischer Polyarthritis, Morbus Bechterew und
Osteoporose behandelt. Eine wesentliche Rolle nimmt die Rehabilitation
nach größeren orthopädischen Eingriffen, wie z. B. Einsetzen von Endoprothesen
der Gelenke,. ein. Im Laufe der Badekur wird eine allgemeine körperliche und
psychische Relaxation erzielt.
Kontraindikationen sind hoher Blutdruck, Herzmuskelschwäche, Zustand nach
Herzinfarkt, Kreislaufstörungen, Varikosität, Zustand nach Unterschenkelthrombose,
Zustand nach Schlaganfall, zerebrale Durchblutungsstörungen, zentrale Lähmungen,
multiple Sklerose, und gewisse endokrinologische Störungen wie zum Beispiel
Überfunktion der Schilddrüse.
Die Dauer der Badekur beträgt 3 Wochen. Danach kommt eine beschwerdefreie
Periode von 8 bis 12 Monaten. In der ersten Hälfte der Badekur tritt eine
Kurreaktion auf mit umgekehrten Effekten: die Gelenkschmerzen werden stärker,
Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen stellen sich ein.
Die echte Wirkung der Kur spürt man erst zu Hause, etwa nach 3 bis 4 Wochen.
Bei Badekuren von weniger als 3 Wochen ist die Nachwirkung wesentlich geringer.
Die Badezeit beträgt täglich 20 bis 30 Minuten.
Das Wasser hat eine sehr anregende Wirkung auf den Stoffwechsel der Zellen,
außerdem werden Blutdruck und Herzfrequenz erhöht. Bei längeren Badezeiten als
30 Minuten treten diese Wirkungen zu stark auf und sind gefährlich für die Gesundheit.
Dasselbe gilt auch für das Thermalwannenbad.
Es gibt zahlreiche Formen und Intensitätsstufen der Anwendung des Thermalwassers.
Die genaue Art und Dosis wird individuell vom Facharzt für Rheumatologie festgelegt.
Eine spezielle Behandlungsart ist z. B. das Gewichtsbad d. h. die Ausdehnung
der Wirbelsäule und des Hüftgelenkes unter Wasser. Das kann nur bei bestimmten
Krankheitsbildern angewendet werden, und nur auf Verordnung des Facharztes.
In der Trinkhalle wird das schwefelhaltige Wasser zur Trinkkur
verwendet Das ist für jeden Patienten empfehlenswert, Kontraindikationen
gibt es keine. Besonders vorteilhaft ist sie bei Übersäuerung des Magens,
Magengeschwür, chronischen Entzündungen im Dünn- und Dickdarm, Funktionsstörungen
der Gallenblase und Zuckerkrankheit. Tägliche empfohlene Dosis: 0,6 bis 0,9 Liter.
Das Heilbad wird durch eine komplexe Abteilung für Physikotherapie ergänzt.
Hier werden Heilgymnastik, Massage, Unterwassermassage, Elektrotherapie,
Stangerbad, Ultraschall, Vibrationsmassage, Paraffin-Packung und ähnliche
Behandlungen durchgeführt. Das Heilbad-Krankenhaus verfügt über ein modernes
Laboratorium zur Analyse von Blut und Harn sowie eine Abteilung für Radiologie
mit Knochendichtemessung.
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